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Blood & Lace – Ein Adventure
blood und lace

Adventure-Fans zählen nicht gerade zu denjenigen, die sich über besonders viele Neuerscheinungen freuen dürfen. Doch mit Blood & Lace ist wiedereinmal ein Adventure erschienen. Ob das Game für Genreliebhaber oder sogar für Genreneulinge interessant ist, erfahren Sie in unserem Review.

Das Blood & Lace:

bloodlaceBlood & Lace ist ein Horror-Adventure, das im 18. Jahrhundert in Paris angesiedelt ist. Man steuert darin die vermeintlich hübsche Barbara. Im ersten Szenarium besucht man einen „sehr amüsanten“ Hofball der Königin, auf dem sich der Spieler höchstwahrscheinlich fragt, was er dort zu suchen hat. Aber das hätte eigentlich der einseitige Ausschnitt aus dem Tagebuch der Gräfin, der zu Spielbeginn volle 5 Sekunden angezeigt wird, erklären sollen. Sobald der Spieler mit den Anwesenden ein paar Sätze gewechselt hat, und sich auf den Heimweg macht, bekommt er von einer Wache eine Nachricht übergeben, welche mit unsichtbarer Tinte geschrieben ist. Als Barbara das Haus verlässt, wird sie mit einem außerordentlich „scharfen“ Adligen konfrontiert, der unserer Freundin „an die Wäsche“ will. Daraufhin folgt ein monotones auf eine Taste hauen, was im Spiel als sogenanntes Fechten bezeichnet wird.

Was folgt ist das zweite Szenarium, in welchem es darum geht, in Barbaras geheimes Labor zu kommen, um die Geheimbotschaft zu lesen. Komischer Weise hat die sonst so schlaue Dame den Geheimcode für den Raum vergessen, in dem sie fast den ganzen Tag verbringt und ständig ein und aus geht.

In dieser Weise setzt sie ihre Odyssee durch Genua, Sizilien und Paris fort um das magische Buch „Picatrix“ zu finden. Hinter diesem ist selbstverständlich nicht nur sie hinterher. So sind „spannende“ Kämpfe mit Vampiren und anderem Ungeziefer nicht zu vermeiden.

Was man gleich zu Beginn des Spiels zu hören bekommt, ist ein Dialog, dessen Sprecher reden als würden sie ein Krippenspiel vorführen. Während des Spiels wird man mit Barbaras recht einseitigen Sprüchen beglückt, welche der Atmosphäre nicht unbedingt zuträglich sind. Das Spiel wird von einer bedingt passenden Hintergrundmusik begleitet, welche sich der momentanen Handlung anpasst.

Die Grafik des Adventures lässt sich bis auf eine Auflösung von 1280 x 1024 stellen, was das mangelhafte Leveldesign wieder ausbügelt. Weiterhin zu bemängeln ist die schlechte Qualität der Texturen, die allerdings sehr abwechslungsreich verwendet wurden. Die Modelle, wie auch deren Schatten, sind gut dargestellt, obwohl besonders die Proportionen gewisser Körperteile der Hauptfigur etwas übertrieben wurden.

Blood & Lace wird ausschließlich mit der Tastatur gespielt. Dies erschwert das Manövrieren durch enge Zimmer bzw. Gänge. Eine hervorragende Demonstration, wie man dem Spieler die Steuerung eines Spiels markant erschweren kann, ist dass man zum Kämpfen Strg, Shift und eine von drei Richtungstasten gleichzeitig drücken muss. Genau darauf baut die Steuerung von Blood & Lace auf.

Das Menü wird wie das Spiel mit der Tastatur bedient. Was man dort findet, sind einige Spieloptionen, sowie eine Abteilung zum Laden bzw. Speichern. Will man das Spiel beenden, wird man gleich zweimal gefragt, ob man sich sicher ist. Man könnte es sich ja noch anders überlegen. Ein Schwierigkeitsgrad ist nicht einstellbar.

Wirklich hineinsteigern kann man sich in dieses spiel nicht. Schon bald wird der Spieler an eine Stelle gelangen, an der er nicht mehr weiterkommt. Spätestens dann wird der Spassfaktor rapide sinken. Auch bei den Kämpfen kommt man nicht wirklich ins schwitzen. Somit bleibt die Begeisterung auf einem niedrigen Niveau.

Blood & Lace wird Sie lediglich begeistern, falls Sie ein eingefleischter Fan des Genres sind. Für Einsteiger wird vor allem die zurückgebliebene Grafik und die magere Vertonung abschreckend wirken. Das Gleiche lässt sich über die Steuerung sagen. Ist Ihnen trotzdem nicht der Appetit auf das Spiel vergangen, sollten sie sich auf solides Rätseln und lang(weilig)e Dialoge einstellen.

Stage Devil Wireless Guitar – Testbericht
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Spezielle Periferie hat es schon immer bei Spielen gegeben. Angefangen bei Missle Command, das besonders gut mit einem Trackball zu spielen war, entwickelte sich die Zusatzhardware immer weiter. In den 80er Jahren gab es wohl kaum ein NES ohne die Fittnessmatte, deren heutiges Pendant vermutlich die DanceDanceRevolution-Matte ist.

Am weitesten verbreitet bei Konsolen der letzten Generation dürfte aber die Lightgun sein, die allerdings durch den Einzug der Flachbildschirme nun auf dem Rückzug ist – zumindest, wenn man den aktuellen Time Crisis Titel vernachlässigt. Auf der aktuellen Generation gelang der Hardware-Durchbruch mit Guitar Hero und Rockband. Unzählige Titel gibt es bereits von diesen beiden Gegnern und jeder hat so seinen persönlichen Favoritentitel. Die Hardware dazu besteht in der Regel aus Gitarre, Bass, Schlagzeug und Mikro. Kauft man ein Set, ist man schnell 200 Euro los und hat zudem nur eine Gitarre. Gut, dass es Hersteller gibt, die relativ günstig Abhilfe schaffen.

Die Speedlink Stage Devil Wireless Guitar verspricht viel und scheint ein guter Deal zu sein, um in das Rockband-Geschäft einzusteigen, Guitar Hero zu  werden oder die bestehende Band um einen Bassisten zu erweitern. Ob das Produkt allerdings das hält, was es verspricht, erfahrt Ihr in unserem Testbericht. Dank Speedlink ist es uns sogar möglich, gleich noch ein Exemplar der an Euch zu verlosen. Die Gewinnfrage findet Ihr wie immer am Ende des Testberichts.

Rock On!

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Die Stage Devil Guitar ist zwar keiner Fender Stratocaster oder Les Paul nachempfunden, dennoch macht sie einiges her und braucht sich nicht vor den großen Namen der Konkurrenz verstecken. Schlichtheit ist bei Speedlink angesagt und auf dem kleinen schwarzen Dreieck ist alles untergebracht, was das Spielerherz begehrt. Zunächst steht aber der Zusammenbau der sowohl für Links- als auch für Rechtshänder geeigneten Gitarre an. Dazu muß man nach dem Auspacken nur das Kopfstück aufstecken und den Tragegurt einstellen und befestigen. Nach dem Einlegen der Batterien kann es auch gleich losgehen.

Durch den geschickten Einsatz von Adaptern, kann man das gute Stück sowohl an einem PC und der PS3 über USB, als auch an einer PS2 über den Controlleranschluß betreiben. Zu diesem Zweck liegt dem Gitarrencontroller ein passender Playstation 2 Empfänger, der über einen USB-Adapter an den PC oder die PS3 angeschlossen wird, bei. Praktischerweise lässt sich dieser auch gleich dazu nutzen, ein PS2-Gamepad am PC oder der PS3 zu betreiben, denn er verfügt nicht nur über passende Treiber für den PC, sondern auch über eine Taste zu Wahl des Controllerports für die PS3.

Die Optik des Empängers lässt zwar vermuten, dass es sich um einen Infrarotempfänger handeln könnte, allerdings zeigt sich nach dem Anschluss, dass die hinter der Plexiglasscheibe sichtbaren LEDs nur den Status von Anschluss und Empfang zur Gitarre anzeigen, wärend der Empfang der Signale standesgemäß über eine 2,4 GHz Funkfrequenz geregelt wird., der zudem absolute Bewegungsfreiheit erlaubt. Befindet man sich schon lange außer Sichtweite zum Fernseher, kann man dennoch noch weiterspielen.